So 30.09.2018, 11.00 Uhr

Kunstroute 2018: Alexander Freund
Ausstellung, Bildende Kunst

Kunst ist eine transkriptive Sprache. Sie überführt Zukünftiges in die Gegenwart, zeitigt es in einem äußerst individuellen Ausdruck und macht es so zu etwas Zeitlosem.

Ich habe den Raum nie wirklich getroffen. Ich bin immer durch die Zeit gerutscht. Das erste, an das ich mich erinnere, war, auf etwas zu warten. Ich realisierte das Zimmer um mich herum, als wäre es das Einzige, was passierte. Aber was wirklich geschah, war diese Sehnsucht nach etwas, das werden kann. In diesem Raum? Nein. Im Kopf? Könnte sein. Aber definitiv irgendwo anders als jetzt. Ich kann die Zeit verlangsamen, indem ich sie ausfülle, und ich kann fühlen, wie sie sich zur selben Zeit beschleunigt und davon macht.

Meine Arbeit in Installationen und Objekten folgt diesem "Prinzip". Inspiriert von den Ursprüngen der Wissenschaft, verwendet sie gegenwärtige Techniken, während sie sich an die Sehnsucht nach zukünftigem Wissen erinnert. Ist es visionär? Vielleicht etwas in der Art. Es ist das Potenzial, das das Unbewusste dazu bringt, sich einer Präsenz bewusst zu werden, noch bevor sie sich zeitigt.

Ich weiß nicht, ob ich jemals dahin gelangt bin, wo die Kausalität umgekehrt wird und die Wirkung vor der Ursache ihren Auftritt hat. Aber das erscheint mir als der Teil der Welt hinter dem Spiegel der Illusion. Demnach die perfekte Illusion...
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